Montag, 05.03.18 to Dienstag, 06.03.18

Seminar: „Gendergleichheit in den baltischen Staaten“

Wie ist es um die Gleichberechtigung auf dem Arbeitsmarkt in den baltischen Staaten bestellt und was können hierbei Gewerkschaften voneinander lernen? Diese Leitfragen standen im Zentrum eines Austausches von Gewerkschaftsvertreter_innen aus Lettland und Litauen.

Nach wie vor sind Frauen auf dem Arbeitsmarkt nicht gleichberechtigt. Obgleich sie oft besser als ihre männlichen Kollegen ausgebildet sind, steigen sie nur selten in Führungspositionen auf, ihre Bezahlung ist zumeist schlechter und sie sind im Ruhestand mit einer höheren Armutsgefährdung konfrontiert. Es ist ein zentrales Ziel der Gewerkschaften, diese Ungleichheiten zu beseitigen.

In dem Seminar der Friedrich-Ebert-Stiftung kamen Vertreter_innen des lettischen und litauischen Gewerkschaftsdachverbandes zusammen (LBAS und LPSK), um gemeinsam zu debattieren, was gegen diese Ungleichheit auf dem Arbeitsmarkt getan und was wechselseitig voneinander gelernt werden kann. Erörtert wurden die Umsetzung der EU-Richtlinie zur Vereinbarkeit von Beruf- und Privatleben, die ETUC-Kampagne zur Erhöhung der Löhne und Gehälter sowie der Aktionsplan 2017-2019 der Europäischen Kommission zur Bekämpfung des geschlechtsspezifischen Lohnunterschiedes.

Im Rahmen des Seminars wurde das Europäische Institut für Gleichstellungsfragen (EIGE) besucht. Den Teilnehmer_innen wurde die Arbeit des Institutes vorgestellt. Im Zentrum standen hierbei der Gleichstellungsindex sowie die Studien des Instituts zu geschlechtsspezifischen Lohnunterschieden, Frauen in Entscheidungsprozessen sowie zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

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