Freitag, 08.06.18 to Sonntag, 10.06.18

Baltic Sea Future Radar

Über 40 junge gesellschaftspolitische engagierte Personen aus dem gesamten Ostseeraum kamen zum „Baltic Sea Future Radar“ in Riga zusammen. Sie tauschten sich über die Migrations- und Integrationspolitiken in ihren Ländern aus und suchten progressive Antworten auf eines der großen Zukunftsthemen der Europäischen Union.

Drei Tage fand der nunmehr siebte Baltic Sea Future Radar statt - dieses Jahr zum ersten Mal in Riga. Die diesjährige Veranstaltung drehte sich rund um das Thema Migration und Integration. Blogger und Dozent, Tarek Ziad Hussein, legte am ersten Tag des Workshops den dänischen Diskurs dar und teilte seine persönlichen Erfahrungen. Tarek, dessen Eltern in den 1980er Jahren als Flüchtlinge nach Dänemark zogen, ging darüber hinaus insbesondere auf die Rolle von Muslimen in der dänischen Gesellschaft ein. Für ihn liegt das Hauptproblem in der Stigmatisierung von Muslimen als homogene Gemeinschaft, womit Muslime stets unter Generalverdacht stehen.

Im Laufe des zweiten Tages stellten Expert_innen aus Deutschland, Dänemark, Lettland und Estland zum einen die Situation in ihren Ländern vor und vertieften den Diskurs zu einzelnen Aspekten. Marcus Engler von der Humboldt Universität in Berlin erläuterte den rechtlichen Rahmen internationaler Migration und ging der Frage nach, ob es ein Recht auf Migration gibt. Anne Lundbye, dänische Journalistin, leuchtet das Verhältnis von Migration und Sicherheit und die damit einhergehenden Debatten aus. Als dritte Expertin nahm Agnese Lāce vom lettischen Think-Tank Providus eine Vermessung der kulturellen Dimension im Kontext der Migration und Integration vor. Der vierte Experte, Juhan Saharov vom Johannes Mihkelson Centre in Estland, erläuterte verschiedene Bedingungen und Maßnahmen, damit Integration erfolgreich verlaufen kann.

In der Mittagespause nahmen die Teilnehmer am diesjährigen Baltic Pride Parade durch Riga teil und unterstützen damit die Forderung nach einer pluralen, gendergerechten, diskriminierungsfreien und diversen Gesellschaft.

Der letzte Tag widmete sich der politischen Kommunikation. Hannes Alpen, Herausgeber der Online-Zeitschrift Internationale Politik und Gesellschaft (IPG), diskutierte mit den Teilnehmer_innen die Grundlagen erfolgreicher politischer Kommunikation.

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