Mittwoch, 04.04.18 to Freitag, 06.04.18

International Conference: NATO-EU Roundtable 2018

Vom 4. bis 6. April fand der sechste “NATO-EU Roundtable 2018” statt. Das zentrale Ziel der Veranstaltung war es, das Wissen junger Menschen über Außen- und Sicherheitspolitik sowie über die Zusammenarbeit der NATO und der EU zu verbessern.

Die Veranstaltung wurde von der Friedrich-Ebert-Stiftung in Kooperation mit dem NATO-Verein Estlands, dem NATO Hauptquartier, dem Estnischen Außenministerium sowie dem Estnischen Verteidigungsministerium organisiert.

Der jährlich stattfindende „NATO-EU Roundtable“ hat zum Ziel, erfahrene Experten, Politiker, Ministeriumsmitarbeiter, junge Nachwuchskräfte sowie Studenten zusammenzubringen, die sich insbesondere für internationale Beziehungen und Außenpolitik interessieren. Im Jahr 2018 konzentrierte sich die Veranstaltung auf die politische und militärische Kooperation von NATO und EU, insbesondere mit dem Hinblick auf hybride Bedrohungen und Verteidigung.

Den ersten Teil bildete eine Fachkonferenz mit Vertreter_innen aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft, in welcher die aktuellen sicherheitspolitischen Fragen diskutiert wurden. Eröffnet wurde die Konferenz durch den Vorsitzenden des Verteidigungsausschusses des Estnischen Parlaments (Riigikogu), Hannes Hanso. Er betonte, dass die Zusammenarbeit zwischen der NATO und der EU nicht mehr optional, sondern obligatorisch sei, da beide Organisationen der Verteidigung und einander einen Mehrwert bieten. Ebenfalls brachte er vor, dass die militärische Mobilität eine der wichtigsten Herausforderung für beide Organisationen sei.

Als Einleitung der Konferenz gaben Eric Povel vom NATO HQ und Paavo Palk, stellvertretender Leiter der EU-Kommission in Estland, eine Übersicht über die Beziehungen zwischen der NATO und der EU. Eric Povel betonte, dass die Staaten, die NATO-Mitglieder, aber keine EU-Mitglieder sind (und vice versa), so viel wie möglich in gemeinsame Diskussionen einbezogen werden müssten. Paavo Palk wies darauf hin, dass die EU auch weiterhin betonen müsse, dass eine stärkere Rolle der EU die NATO nur ergänzen würde.

Die sich daran anschließenden Podiumsdiskussionen widmeten sich den Themen: NATO-EU Cooperation in Countering Hybrid Threats - From Past Origins to Future Prospects, NATO-EU Cyber Defence Cooperation und NATO-EU Cooperation in Strategic Communication and Defence Against Information Operations.

Im zweiten Teil der Veranstaltung im Saka Cliff Hotel wurden die Studierenden zu Teilnehmenden eines Planspiels, in dem sie in die Rolle von politischen Entscheidungsträgern und Regierungschefs schlüpften und in fiktiven Zukunftsszenarien eigene politische Lösungsmöglichkeiten für die Stabilisierung von verschiedenen Krisenregionen der Welt, aber z.B. auch Ansätze für die zukünftige Zusammenarbeit von EU und NATO entwickeln sollten.

 Eine ausführliche Zusammenfassung der Diskussionen findet sich auf der Seite der EATA (http://www.eata.ee/conclusion-of-the-panel-discussions-nato-eu-roundtable-2018/)

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