16.02.2018

Countries of old men?

Neue FES-Publikation zu den Herausforderungen des demographischen Wandels in Estland, Lettland und Litauen

Der demographische Wandel stellt alle drei baltischen Staaten, die in Europa oft als eine homogene Region wahrgenommen werden, vor große Herausforderungen. Im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung Riga hat Zane Varpina die demographische Entwicklung in Lettland, Estland und Litauen untersucht und dabei sowohl länderübergreifende Trends als auch wesentliche Unterschiede in den demographischen Entwicklungen festgestellt.

So zählen Lettland und Litauen zu den am schnellsten alternden Gesellschaften Europas. Rückläufige Geburtenraten, keine Zuwanderung und insbesondere die Emigration jüngerer, gut ausgebildeter Menschen führen zu einem zu einem starken Rückgang und einer großen Überalterung der Bevölkerung. Diese demographischen Trends werden sich in den kommenden Jahrzehnten beschleunigt fortsetzen. Estland hingegen konnte zuletzt einen leicht positiven Bevölkerungsanstieg verzeichnen.

Die Studie diskutiert, welche Maßnahmen zur Bewältigung der Herausforderungen des demografischen Wandels erfolgversprechend sind und fragt, in wie weit die politische Steuerung von Migration dabei zukünftig an Relevanz gewinnen könnte. Zugleich diskutiert die Studie den Einfluss der gesellschaftlichen Alterungsprozesse auf die regionalen Arbeitsmärkte, die sozialen Sicherungssysteme sowie das Bildungssystem in den einzelnen baltischen Staaten.

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